Startseite
Über Uns
Mitmachen!
Kontakt
Verweise & Links
Downloads

 
 
  Krieg mit Uranmunition
Unsere neuste 50-seitige Dokumentation in 6 Kapiteln für Sie online!
  1. Die Urangeschosse
2. Der Uranoxydstaub
3. Gesundheitsschäden
4. Manipulation und Bedrohung v. Forschern
5. Uranmunition in Dtl.
6. Notwendige Maßnahmen
 
 
  Beiträge zur kritischen Friedensforschung
Alternative Antiterror-Strategien
Dilemma der Sanktionen gegen den Irak

Wehrpflicht am Ende
Geschichte der BRD-Friedensbewegung
 

3. Details über die schweren Gesundheitsschäden; die Schadensregionen

Bitte beachten Sie, dass in der Web-Version die Hochziffern der Anmerkungen / Quellangaben nicht angezeigt werden. Für korrekte Hochziffern und Quellenangaben laden Sie sich die komplette Dokumentation kostenlos herunter.

Zur Wissenschaftlichkeit der Uranwaffen-Kritik

Wir liefern soweit wie möglich die Quellennachweise zu dieser Dokumentation des ganzen unausdenklichen politischen Skandals (am Schluss des Textes). Aber wir  verweisen schon jetzt auf die Tatsache, dass die langjährigen politischen Strategien der Verheimlichung, Leugnung und Verharmlosung der furchtbaren Folgen der Uranmunition (vgl. Kap. 4) es vielfach unmöglich machen, exakte, übereinstimmende Aussagen über die Größenordnung des Einsatzes, der verursachten menschlichen Schädigungen etc. auszumachen. Allerdings sind diese unvermeidlichen Ungenauigkeiten in einigen Detailfragen für die Feststellung der weitreichenden Schäden an Menschen (nicht zuletzt Neugeborenen!) und in der Natur, das heißt für die Feststellung des unbestreitbaren Tatbestandes eines schleichenden Massenmords, vollkommen irrelevant: Die vorliegende Bilanz des unleugbaren, kaum vorstellbaren Leidens und qualvollen Sterbens zahlloser Zivilisten in den Kampfgebieten und deren Umgebung (oft in überfüllten Kliniken) wie auch Tausender von Veteranen spricht eine furchtbar klare Sprache. Noch darüber hinausgehende „Belege“ für diesen „Kausalnexus“ zu fordern, halten wir für puren Zynismus von Verantwortlichen und ihren „wissenschaftlichen“ Wasserträgern, die den Militärstaat von seinen Versorgungsverpflichtungen freihalten wollen.

Wir stützen unsere Kritik nicht auf die Masse der Opfer . Diese Zahlen nämlich infrage zu stellen, ist die zentrale Verharmlosungs-Strategie der offiziellen Publizistik, insbesondere in den USA, die damit die Wissenschaftlichkeit, folglich die Glaubwürdigkeit der DU-Kritik in Zweifel ziehen will.

Als Kronzeuge sei hier Dan Fahey zitiert, ein hochrangiger US-Militärexperte, der die – nicht zuletzt von politischen Sprechern – genannten zT. enormen Größenordnungen der Opfer in sämtlichen Kriegsschauplätzen als „nicht belegt“ diffamiert, - und die tatsächlichen Wirkungen des DU-Staub-Ausstoßes als gering bis minimal darzustellen versucht. Große UNEP-Felduntersuchungen im Jahre 2000 durch 11 lokale Fallstudien im Kosovo ( wo bereits vorher teilweise Munition entsorgt worden war (!) und nur noch minimale Kontaminationen des Bodens und des Wassers gefunden wurden), schienen diese Pseudo-Beweisführung zu bestätigen.
Aber selbst Fahey (aaO. S.-23ff „4.3. There have been no cancers among US Gulf War veterans exposed to DU”) muss hier – wie auch an anderen Stellen! – erbost die platten “Lügen” des “DoD” (Department of Defense) im Interesse der Beschönigung eingestehen: “This lie was created by the U.S.Department of Defense in January 2001 to calm European concerns about DU ammunition used in the
Balkans…Despite these explicit and public denials, at least one of 50 (!) veterans examined in 1999… had a lymphatic cancer…In addition to the veteran with cancer, a second veteran examined by the DU Program in 1999 had a bone tumor in his arm…In fact, the DU program is beset by several problems in addition to having its findings manipulated (!) by Pentagon officials, or intentionally  omitted by the program administrator” (vgl. Kap. 4, Abschnitt 1: “Nato manipuliert Presse”).
Wir wollen noch auf zwei spezielle  Einwände gegen unser Dossier hier stellvertretend eingehen, weil sie  besonders deutlich die  Pseudowissenschaftlichkeit demonstrieren, mit der die Triftigkeit der kritischen Fakten („Golfkriegssyndrom“ etc.) infrage gestellt wird.

  1. Zu Unrecht wurde behauptet, wir referierten zum Golfkriegssyndrom nicht die „wissenschaftliche Diskussion“. Wir behaupten dagegen, dass es über die Existenz eines „Golfkriegssyndroms“ bei -zigtausenden us-amerikanischer und britischer Soldaten keine wissenschaftliche Diskussion gibt , sondern – wie wir in Kap.4, Abschnitt: „Studien unter Verschluß“ zeigen - , zunächst Vertuschungsversuche der USA und Großbritanniens, dann, nach massivem Druck, 1993/95 Untersuchungen mit sehr kritischen Ergebnissen, dann 1996 gleichwohl ein total verharmlosendes  Regierungsstatement. Diese Verharmlosungsstrategie hat allerdings der Physiologe Albrecht Schott durch seinen empirischen Nachweis eines schweren uranmunitions-bedingten Chromosomen-Schadens eines britischen Veteranen 2004  ein für alle Mal ad absurdum geführt:

„ Chromosomentests waren maßgeblich für die Entscheidung des Gerichts (Pension Appeal Tribunal), in Edinburgh, Schottland (2.2.2004) der mit DU Vergiftung begründeten Anklage des Golfkriegsveteranen Kenneth Duncan (Golfkrieg 1991) stattzugeben. Aus der Urteilsbegründung: 6.6: Zweifelsfrei wird von Prof. Schott in Tabelle 2 festgestellt, dass Folgen der DU-Vergiftung in Form von Chromosomenbrüchen im Blut des Klägers vorhanden sind.“
Diese Entscheidung ist ein Meilenstein im Kampf der weltweit etwa 66.000 DU-vergifteten Golfkriegsveteranen (Frauen und Männer!) des Krieges von 1991 (und der noch unbekannten Zahl des Golfkriegs von 2003): Kenny ist der erste dieser 66.000 schwerstgeschädigten Menschen, der 13 Jahre nach diesem Krieg Recht bekommen hat. Tausende sind bereits gestorben. Viele haben sich in ihrer Verzweiflung das Leben genommen.

  1. Zu Unrecht wurde behauptet, „Schadensmechanismen, etwa zur chemischen

Giftigkeit, würden zwar von uns in allgemeiner Form beschrieben, zur Beurteilung im konkreten Fall müsste jedoch die Belastung/Dosis angegeben werden und diese mit der zu erwartenden bzw. in den Opfern gemessenen Belastung/Dosis verglichen werden.“
Die Forderung solcher „konkreten“ Uran- bzw. Uranoxid-Belastungsnachweise
(prinzipiell und empirisch) zur Identifikation von Opfern ist abwegig, da der –
unter anderem in Kliniken aller betroffenen Länder – massenhaft nachgewie- sene Kausalnexus von Uran-Kontaminationen und schweren Gesundheits-
schäden als solcher zur Beweisführung absolut ausreicht . Das o.g. UNEP-
Dossier   liefert dazu keine Gegenargumente.

 

Genauere Übersicht: Wie der Uranstaub den Körper schädigt - und wie er verharmlost wird
Rosalie Bertell beschreibt, wie die winzigen, gasartigen "Nanopartikel" (vgl. F.note 1!) aus Uran im Stoffwechselgeschehen der Körperzellen und auf die Erbinformation der DNA in den Zellen Einfluss nehmen. Sie macht deutlich, dass auf der Ebene des biologischen Zellgeschehens immer eine Vielfalt von Faktoren in Wechselwirkung zueinander stehen. Nur die Berücksichtigung dieser Komplexität bringt die volle schädigende Wirkung des Uranstaubs als radioaktives Schwermetall zusammen mit anderen Faktoren zum Vorschein. Die eindimensionalen mathematischen Schadensberechnungen der Strahlungskommissionen im Dienste des militärisch-industriellen Komplexes können – und wollen – die Schädigungen durch den Uranstaub nicht zur Kenntnis nehmen.

Zusammenfassend stellt sie fest:
Die Probleme «sind viel zu komplex, als dass sie mittels einer reduktionistischen Methode, die den toxischen Effekt einer einzelnen Komponente herausfiltert – selbst wenn es sich um DU handelt –, beurteilt werden könnten. Eine Erhöhung der freien Radikale, Schwermetallvergiftungen, die Komplexität und Sensitivität gestörter Zellreaktionen, geschädigte Organzellen, dysfunktionale Enzyme und Hormone und das Eindringen von Mykoplasmen – alles Vorgänge, die gleichzeitig innerhalb lebenswichtiger Organe stattfinden – verursachen enorme Probleme für das Leben und Überleben. Die von Physikern verwendete mathematische Methodik eignet sich nicht für unlösliche Nanopartikel wie das keramische DU, das zusammen mit dieser toxischen Suppe innerlich eingelagert ist.

Die mathematische Standardberechnung des strahlungsbedingten Krebstodrisikos ist auf Grund der zahlreichen anderen karzinogenen Mechanismen, der Fehlfunktionen bei der Zellreparatur und komplexen biochemischen Reaktionen, die nicht in die Berechnungen einbezogen sind, voraussichtlich irreführend. Bei den Veteranen, deren Krankheiten durch innerliche radioaktive Verseuchung und durch die verschiedenen Fehlfunktionen der Zellen verursacht wurden, und die trotzdem versuchen, ein normales Leben zu führen und ihre Familien zu ernähren, ist die strahlenphysikalische Vorhersage über das durch Niedrigstrahlung verursachte Krebstodrisiko wahrscheinlich sowohl falsch als auch irrelevant. Die Behörden werden aber diese unzutreffenden Modellrechnungen sehr ernst nehmen, wenn es um die Vergabe von Schadensersatz geht.

Die Kriegsveteranen und auch das medizinische Personal, das ihnen hilft, müssen verstehen, was in diesem Krieg geschah und was getan werden kann, um die Situation der Veteranen zu verbessern. Sie brauchen medizinische, finanzielle und politische Hilfe.».(   )

 

Siegwart-Horst Günthers Untersuchungen im Irak nach dem Golfkrieg 1991

Meine Untersuchungsergebnisse weisen Ähnlichkeit mit Symptomen auf, wie sie in letzter Zeit in dem sogenannten „Golf-Kriegs-Syndrom“ bei alliierten Soldaten und deren Kindern beschrieben werden. Die genetischen Missbildungen amerikanischer, britischer und irakischer Kinder gleichen sich.(...)
Schätzungen der britischen Atomenergiebehörde zufolge sollen etwa 40 Tonnen dieser Munition im Grenzgebiet zu Kuweit herumliegen; andere Experten gehen allerdings von 300 Tonnen aus. Wegen zu großer Gesundheitsgefährdung für ihre Mitarbeiter wurde von einer britischen Firma der Auftrag zur Entfernung dieser Uranmunition abgelehnt. Da in diesen Wüstengebieten auch Regenzeiten auftreten, gelangt die Toxizität ins Grundwasser und schließlich auch in die Nahrungskette. Es ist eine langfristige Gefahrenquelle für die dort lebenden 500.000 Menschen, die sich nach neueren Untersuchungen wohl auch schon auswirkt.
Aus den Kampfgebieten des Kuwait wurde von Beduinen berichtet, dass in der kuweitisch-saudischen Wüste Hunderte von toten Kamelen, Schafen und Vögeln lägen, die von amerikanischen Truppen zu Schießübungen benutzt worden seien. Untersuchungen eines amerikanischen Veterinärmediziners und Experten für Infektionskrankheiten hätten jedoch ergeben, dass diese Tiere weder Schussverletzungen zeigen noch an Seuchen verendet sind. Einige dieser toten Tiere seien von Insekten übersäht gewesen, die ebenfalls abgestorben waren. Es muss also eine andere Ursache diesem Tiersterben zugrunde liegen.

Nach Forderungen von Saudi-Arabien mußten sämtliche durch Uranmunition zerstörten Fahrzeuge und Kriegsgeräte von der US-Armee eingesammelt und in die USA abtransportiert werden; sie waren zuvor in der Wüste eingegraben worden.
Nach US-Angaben werden für das „Golfkriegssyndrom“ Milzbrand- und Botulismusimpfungen, Malariaprophylaxe, Benzene zur Entlausung, Pyridostigminbromid gegen das Nervengas Soman, Insektenschutzmittel DEET oder Permetrin sowie aber auch die von ihnen verwendete DU-Munition verantwortlich gemacht. Giftgase wurden im Zweiten Golfkrieg nicht eingesetzt.
Auf die Gefahren der DU-Geschosse deutscher Technologie wurden die alliierten Truppen erst neun Tage nach Kriegsende aufmerksam gemacht. Von Golfkriegsveteranen aus den USA und GB wird über Krankheitserscheinungen berichtet, die anscheinend auf den Kontakt mit DU-Munition zurückzuführen sind. Es wird u.a. über Schädigungen verschiedener Organe, Zahn- und Haarausfall oder Krebsbildungen berichtet. Schwangeren Militärangehörigen seien missgebildete Kinder geboren worden.(...)
Nach Angaben des Präsidenten der US-Golfkriegsveteranen sind vom sogenannten „Golfkriegssyndrom“ 50.000 bis 80.000 US-Armeeangehörige betroffen, bisher mußten 39.000 von ihnen aus dem aktiven Militärdienst entlassen werden, 2.400 bis 5.000 seien bisher verstorben. In GB litten etwa 4.000 Golfkriegsveteranen am „Golfkriegssyndrom“(...) (Die Zahlen sind heute wahrscheinlich höher.[B.R./F.V.])
Kind mit bösartiger Neubildung 
Kind mit bösartiger Neubildung


Missgebildet geborene Kinder wurden im britischen Unterhaus vorgestellt. Dabei gaben diese Golfkriegsveteranen auch ihre Kriegsauszeichnungen zurück. Aber auch Australier, Franzosen und Kanadier seien vom „Golfkriegssyndrom“ betroffen. Auch in Kuweit stiegen diese Krankheitsmerkmale immer weiter an. Im Irak werden 250.000 Männer, Frauen und Kinder mit derartigen Symptomen angegeben, die Mortabilität sei hoch...
Inzwischen hat sich auch der Präsident der US-Golfkriegsveteranen meinen Vermutungen angeschlossen, dass diese Erkrankungen Parallelen zu den Vorgängen nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahre 1986 aufweisen.(...)
Im November 1996 wurde darüber berichtet, dass in Ex-Jugoslawien etwa 1.000 Kinder an einem Syndrom unbekannter Ursache litten: Kopf-, Unterbauch- und Muskelschmerzen, Atemnot und Schwindel. Über 600 Kinder wurden in Krankenhäuser eingewiesen. Im Dezember 1997 und Januar 1998 wurde in bosnischen Medien darüber berichtet, dass es in einigen Gebieten des früheren Jugoslawien zu einem dramatischen Ansteigen von Leukämie, Krebsbildungen und missgebildeten Neugeborenen gekommen sei.

An Leukämie erkranktes Kind 
An Leukämie erkranktes Kind


An Morbus Günther erkranktes Kind
An Morbus Günther erkranktes Kind: Störung der Leber- und Nierenfunktionen durch Kontakt mit Urangeschossen

Eine seltsame Massenerkrankung habe auch Kühe erfasst: Die Milchproduktion sinke vielfach rapide und versiege teilweise ganz. Der Blutanteil in der Milch sei oft so hoch, dass sie für den menschlichen Genuss nicht mehr zu gebrauchen sei. In einigen Fällen seien auch bei Kühen Missgeburten registriert worden: ohne Haut an den Füßen, ohne Klauen oder Zunge, genetische Veränderungen, die auch bei anderen Säugetierarten beobachtet worden seien. In Bosnien zeigten sich zudem auch Veränderungen bei der Vegetation: Es gäbe sehr wenig Früchte, die keine missgebildeten Formen zeigten. Nach Untersuchungen des Nuklear-Forschungsinstituts in Vinca habe die radioaktive Strahlung nach den NATO-Bombardierungen mit Uranmunition gefährlich zugenommen. Im Januar 2001 wird auf den Titelseiten serbischer Zeitungen darüber berichtet, dass Kühe und Frösche mit 2 Köpfen, Ziegen mit 8 Beinen geboren werden. Die Urankatastrophe träfe nicht nur die Bevölkerung, heißt es dort. Auch deutsche Zeitungen haben darüber berichtet.
Zu den Gefahren niedriger Radioaktivität hier auch die Ansichten einiger international bekannter Wissenschaftler:
Der kanadische Wissenschaftler Abram PETKAU publizierte schon 1972 über den nach ihm benannten Effekt, wonach kleinste chronische Strahlendosen 100- bis 1000-mal gefährlicher sein können, als es die internationalen Strahlenschutzkommissionen bis auf den heutigen Tag annehmen.
Der US-Amerikaner W. GOFMAN, der an der Entwicklung der Atombombe beteiligt war, sagte u.a.: „Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass ich, GOFMAN, nicht früher Alarm über die Aktivitäten niedriger, ionisierender Strahlung schlug.“ „Ich denke, daß mindestens einige 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspek- ten der Atomenergie beschäftigten, ich, GOFMAN, eingeschlossen, Kandidaten für ein Nürnberg-ähnliches Gericht sind, da sie mit ihrer großen Nachlässigkeit und Unverantwortlichkeit Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben.“ „Jetzt, da wir die Gefahren niedriger Strahlung kennen, ist das Verbrechen nicht mehr ein Experiment, das wir machten, sondern Mord.“
Nach den Untersuchungen des US-Amerikaners Ernest J. STERNGLAS aus dem Jahre 1974 erzeugt niedrige Radioaktivität nicht nur Erbschäden, Krebs und Leukämie, sie vergrößert auch die große Zahl gesundheitlicher Risiken überhaupt. .... Sie scheint selbst gewisse Umweltschäden wie das Waldsterben extrem nachteilig zu beeinflussen. Epidemiologische Studien weisen sogar mit hoher statistischer Sicherheit auf negative Wirkungen hin: Auf abnehmende Intelligenz, zunehmende Kriminalität und die Immunschwäche AIDS. (...)
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete auch die sowjetische Industrie an der Herstellung von Urangeschossen. Anfang der sechziger Jahre versuchte die deutsche Militärspionage mit allen Mitteln, eine neuartige Panzergranate zu erhalten, die von den Sowjets an die syrische Armee geliefert worden war.
Nach US-Berichten wurde auch die DU-Munition in Deutschland entwickelt. In Weekly World News vom 7. Februar 1995 heißt es in der Schlagzeile: „German company rocks world by selling NUCLEAR-TIPPED BULLETS.
Wie im deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet wurde, räumte die deutsche Rüstungsfirma Rheinmetall ein, sie habe Anfang der siebziger Jahre DU-Munition entwickelt und erprobt. Ein Göttinger Professor berichtete sogar, Rheinmetall habe ihm angeboten, Testabschüsse mit verschiedenen Projektilen zu beobachten, die von der Firma aus abgereichertem Uran angefertigt worden waren. Auch der deutsche Rüstungskonzern MBB testete 17 Jahre lang DU-Munition (vgl. Kapitel 5: Kristian Zitzlaff, Uranmunition in Deutschland).
Bei meinem Vortrag in Washington DC am 16. November 1997 wurde ich darauf hingewiesen, das General Schwarzkopf, der Oberkommandierende der Alliierten im Zweiten Golfkrieg, über die Nebenwirkungen der DU-Munition deutscher Technologie keine Kenntnis hatte. Die alliierten Soldaten erhielten erst neun Tage nach Kriegsende über die DU-Munition Kenntnis, da aus Versehen mit dieser Munition auch eine Reihe eigener Panzer abgeschossen worden war.
Nach jetzt vorliegenden Informationen wurde in den USA die DU-Munition im Freilandversuch getestet, indem Stahlplatten mit DU-Munition beschossen wurden. DU-Munition wurde auch über dem Meer getestet. Alle diese Vorgänge wurden gefilmt und fotographiert. Es wäre daher verständlich, dass man bei diesen Versuchen die schwerwiegenden Nebenwirkungen der DU-Geschosse nicht kannte.

Auswirkungen der Uranwaffen in Bosnien: Schleichender Massenmord in Hadzici
Bosnien 1995: Nach Aussagen von Professor Nedeljkovic von der Universität Nis sind die Folgen des Nato-Bombardements während des Bosnien-Krieges verheerend und besonders am Beispiel der Ortschaft Hadzici zu sehen. Er hält fest: «Praktisch hat dieser Ort seine ganze Bevölkerung auf Grund der explosionsartigen Entwicklung von Krebserkrankungen in den Jahren nach den Bombardierungen verloren.»

Die Serben ahnten, dass die Bevölkerung von Hadzici nach der Bombardierung einer gefährlichen Kontamination ausgesetzt sein könnte, und siedelten 3500 Bürger in das serbische Gebiet Bosniens nach Bratunac um – aber es war zu spät, denn viele Menschen waren bereits verseucht.

Eine Bürgerin von Hadzici erzählt: «Wir wohnten im Zentrum von Hadzici. In der Nähe gab es eine Reparaturwerkstatt der serbischen Armee. Die Gegend wurde am häufigsten bombardiert. Und auch das Zentrum wurde bombardiert. Was wussten wir einfachen Leute denn, worum es ging? Dass hier aber etwas nicht stimmte, hat uns ein Fall bewiesen: Ein kleines Mädchen hat in einem Bombenkrater gespielt und anschließend fielen ihr alle Fingernägel ab. Sie wurde ins Militärkrankenhaus nach Belgrad gebracht zu weiteren Untersuchungen. Offensichtlich war etwas in der Kratererde, was das verursacht hat. Das ist alles so schrecklich.».

Von den 3500 Umgesiedelten aus Hadzici starben in den nächsten 5 Jahren 1112 an Krebserkrankungen – fast ein Drittel dieser Menschen.

Kosovo und Serbien 1999: Gemäss der zugänglichen Informationen sind im Laufe der 78 Tage dauernden Bombardierung 15 Tonnen abgereichertes Uran auf 7 Orte im Süden Serbiens, vor allem rund um Vranje und Bujanovac, und nahezu 20 Tonnen auf 105 Orte im Kosovo, insbesondere rund um Prizren und Pec, abgeworfen worden.

Mitar Visnic, Ex-Major der serbischen Armee: «Wir waren überzeugt, dass man die Uranmunition hier nicht anwenden würde. Wir haben gedacht, dass es nur ein kleiner Krieg wird. Heute sehe ich, es war ein gut vorbereiteter Krieg, dreckig und heimtückisch, und dass wir nur Spielfiguren waren, an denen man alles ausprobieren konnte. Oder man wollte etwas loswerden, wovon man zuviel hatte.»

Die Serben selbst haben während der Angriffe der alliierten Nato-Verbände akribisch alle Angriffe und Bombardierungen dokumentiert und kontaminierte Gebiete entsprechend gekennzeichnet.

Der frühere finnische Umweltminister Pekka Haavisto, der Vorsitzende des UNEP-Untersuchungsteams, war verärgert, weil die Nato beinahe eineinhalb Jahre die Herausgabe von geographischen Angaben hinauszögerte. Haavisto: «Wir stellten mitten in Dörfern, wo Kinder spielten, Strahlung fest. Wir waren überrascht, dass dies noch eineinhalb Jahre später [nach dem Krieg] der Fall war. Die Menschen bewahrten Munitionssplitter als Souvenirs auf, und in den verseuchten Gebieten grasten Kühe. Das bedeutet, dass der verseuchte Staub in die Milch gelangen kann.»

«Im November 2002 bestätigte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) das Vorhandensein von abgereichertem Uran an Orten, die von der Nato bombardiert worden waren. Dort ließ sich ein 100-facher Anstieg der Urankonzentration im Grundwasser feststellen. Die Sterblichkeitsrate in diesen Gebieten hat sich verdoppelt, zumeist auf Grund von Krebs sowie Leukämieerkrankungen bei Kindern.»

Erst auf Drängen der Serben hat die Nato eine Karte veröffentlicht, auf der sie die Gebiete der Uranwaffeneinsätze gekennzeichnet hat. Vergleicht man diese Aufzeichnungen mit denen der Serben, so stellt sich heraus, dass die Angaben der Nato nur die Hälfte der tatsächlichen Uranwaffeneinsätze aufzeigen.
Nach Ansicht der Nato drohen der Bevölkerung in diesen Regionen auch keine Gefahren. (...)

 

Verseuchte Flüsse

Prof. Velimir Nedeljkovic, Universität Nis, Serbien, berichtete im Januar 2007, daß in Südserbien eine Wasserscheide von zwei Flußbereichen mit DU-Muniton bombardiert wurde; sodaß über mehrere Flüsse die Meere, in die sie münden, kontaminiert wurden: das Schwarze Meer und die Ägäis. 
„Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass schon im ersten Jahr des
Krieges DU in die Erde und in das Grundwasser eingedrungen ist, und dass
durch die  klimatischen Bedingungen, Wind, Regen und andere
atmosphärische Vorgänge, das DU in einem größeren Gebiet verbreitet ist..(...)

Es stellt sich die Frage warum gerade Südserbien mit diesen Projektilen
bombardiert wurde. Südserbien gilt als unterentwickelte Gegend, es gibt
keine Befestigungsanlagen, und es ist nicht dicht besiedelt. (...)Es ist allgemein bekannt, dass DU Projektile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Bunker u.s.w. verwendet werden, um sie mit hoher Temperatur zerstören zu können. Während des Krieges waren solche Objekte in diesem Landesteil nicht vorhanden. Da stellt sich die Frage, was das  eigentliche Ziel der Bombardierung war.(...)“

 

Barbara Hug berichtet nach einer Reise nach Serbien

„Die Nato bombardierte zielgenau – Infrastruktur, Fernsehstationen, Fabriken, Elektrizitätswerke, Brücken, die Eisenbahn und die Flüchtlingskolonnen. Exakte Daten der Bombardierung und ihre Ziele vgl. Yugoslav Daily Survey vom 8. Juni 1999. Zudem habe ein eigentlicher Ökozid stattgefunden vgl. Vojin Joksimovich,  Nato Commits Ecocide in Serbia, Vortrag am Serbian Unity Congress, Sept. 1999, Cleveland/Ohio.

Das nukleare Forschungszentrum Vinca hat einige Örtlichkeiten – rund um einige Bombenkrater – dekontaminiert, an denen die Verseuchung durch abgereichertes Uran sehr stark war. Die Erde wurde abgetragen und in Fässern nach Vinca gebracht, wo sie nun auf weitere Entsorgung wartet.

Bis 2001 weidete das Vieh auf dem Gelände. Erst 2001 wurde ein Zaun gebaut. Aber die landwirtschaftlich genutzten Flächen von Serbien, die Wiesen für die Ziegen, Schafe und Kühe – deren Verseuchung ist nicht zu beseitigen. Das Umweltministerium scheint nicht gerne darüber zu informieren. Es gebe keine genauen Daten, jedenfalls keine offiziellen. Verständlich, wenn man bedenkt, dass das arme Serbien Einkünfte von der Ausfuhr seiner landwirtschaftlichen Produkte hat“

 

Radioaktive Verseuchung der Bevölkerung Afghanistans, 2001 bis heute
Von Asaf Durakovic

Nach den massiven Luftangriffen mit bunkerbrechenden Waffen in Afghanistan im Dezember 2001 und dann auch im März 2002 entschloss sich das Uranium Medical Research Center (UMRC) unter der Leitung von Professor Dr. A. Durakovic, unmittelbare Feldstudien im Kriegsgebiet im Osten Afghanistans durchzuführen. Die erste Feldstudie wurde im Sommer 2002, die zweite Feldstudie im Jahr 2003 durchgeführt. (Untersucht wurden Personen mit Golfkriegs-Symptomen auf Uranisotope im Urin. B.R.). Die Forscher vermuteten, dass in den bunkerbrechenden Waffen ein massiver Urankern eingesetzt wurde, um die Durchschlagskraft der Raketen zu erhöhen. Tatsächlich stießen sie bei ihrem Eintreffen in Afghanistan auf Zivilisten der Region, die an denselben Krankheitsmerkmalen litten wie viele der Golf-Kriegsveteranen von 1991.

 

Uranstaub aus dem Irak weht bis nach England
Von Chris Busby

Waffen aus abgereichertem Uran werden mindestens seit dem Golf-Krieg 1991 im Kampf verwendet. Seit diesem Krieg und nach der weiteren Verwendung dieser Waffen auf dem Balkan in den späten 90er Jahren und möglicherweise 2002 in Afghanistan gibt es Diskussionen über die gesundheitlichen Auswirkungen einer Belastung durch Uranoxid-Aerosole, die erzeugt werden, wenn das Uran in der Luft beim Einschlag verbrennt. Einerseits behaupten die meisten Behörden und Regierungsstellen, dass gemäss einer konventionellen Bewertung auf Grund der radiologischen Analyse der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) die Intensität der Uranbestrahlung, die wahrscheinlich nach einer Benutzung im Kampf anzutreffen ist, nicht ausreicht, um eine wesentliche oder messbare gesundheitsschädigende Wirkung hervorzurufen (vgl. Kap. 4).

Weiter wird behauptet, dass Menschen den Strahlen überhaupt nicht ausgesetzt werden: Die Kontamination der Umwelt bleibe auf die Einschlagstellen beschränkt.
Diese zwei Argumente werden von den Behörden benutzt, um die vielen Berichte über die weitverbreiteten Gesundheitsschäden in den Gebieten, in welchen Waffen aus abgereichertem Uran verwendet wurden, abzutun, womit die Streitkräfte vom Vorwurf freigesprochen werden, sie hätten Waffen mit unterschiedsloser Wirkung benutzt. Dies stellt einen wichtigen ethischen und vielleicht auch rechtlichen Punkt dar, da deren Verwendung ähnlich jener von chemischen oder biologischen Waffen von der Genfer Konvention verboten ist.
Damit aber kommen wir zum zweiten Hauptargument gegen Uranwaffen, der Partikelverbreitung und der möglichen Verstrahlung der Menschen – einschließlich Zivilisten –, die sich in einiger Entfernung von der Einschlagstelle befinden. Die Verbreitung der Uranpartikel in der Umgebung nach einer Verwendung im Kampfeinsatz ist eine Frage von beträchtlichem Interesse. Wenig wurde aber bisher seitens der amtlichen Stellen unternommen, diese Verbreitung der Uranaerosole zu ermitteln. Vielmehr wurde einfach behauptet, dass das Material in der Nähe der Einschlagstelle bleibt und Menschen nicht kontaminieren kann, die sich weiter entfernt als einige Dutzend Meter von dieser Stelle befinden.

Seit den frühen 90er Jahren wird Uran mittels Hochleistungs-Luftprobenfilter (HVAS) routinemäßig durch das Atomwaffeninstitut (Atomic Weapons Establishment, AWE) Aldermaston in Berkshire (GB) gemessen. Die Verpflichtung zur Messung von Uran und auch Plutonium ist die Folge einer öffentlichen Untersuchung über die Freisetzung dieser Stoffe in die Umwelt, die auf Grund der Besorgnis der lokalen Bevölkerung nach der Feststellung eines wesentlich erhöhten Aufkommens von Kinderleukämie im Gebiet um die Anlage durchgeführt wurde.
Das AWE hat seit dieser Zeit das Uran in der Luft überwacht. Seit 2000 wurden dann alle zwei Wochen genaue Bestimmungen mit Hilfe der Hochleistungs-Luftprobenfilter durchgeführt.

Einige Geräte stehen direkt auf dem Institutsgelände, andere wurden etwa 15 Kilometern von der Anlage entfernt aufgestellt. Wir haben deren Ergebnisse erhalten. Die Untersuchungen über den Urangehalt, über die dort berichtet wird, zeigen, dass es eine signifikante Zunahme an Uran in sämtlichen Filtern am Beginn des Irak-Kriegs gegeben hat, die bis zum Ende des Krieges angedauert hat. Die Höhe der Urankonzentration überschritt während dieser Zeit in der Stadt Reading den von der Umweltagentur dafür festgesetzten Schwellenwert von 1000 nBq/m3 zweimal.

Wir berichten über die Wetterverhältnisse zu dieser Zeit und zeigen auf, dass es über den gesamten Zeitraum hinweg einen beständigen Luftstrom vom Irak nordwärts gegeben hat und dass Großbritannien im Zentrum eines Hochdruckgebiets lag, das Luft vom Süden und vom Südosten mit sich brachte. Geht man vom durchschnittlichen Atemvolumen eines Menschen aus, bedeutet das, dass, mit der Zunahme von Uran in der Luft um etwa 500 nBq/m3, jeder Mensch in der ganzen Gegend etwa 23 Millionen Uranpartikel mit einem Durchmesser von etwa 0,25 Mikrometer eingeatmet hat. Wir schlagen vor, die Gesundheitsdaten, insbesondere die Geburtsdaten, auf mögliche Auswirkungen der erhöhten Strahlenbelastung hin zu untersuchen. Unseres Wissens ist dies der erste Beleg, der aufzeigt, dass die Uranschwebstoffe in der Umwelt langlebig sind und sich über weite Distanzen verbreiten können.

Die Entfernung zwischen Bagdad und Reading mit den Windmodellen unter den damals vorherrschenden Luftdrucksystemen beträgt etwa 4000 km. Auch wenn diese Entfernung anfangs schwer zu glauben sein mag, sollten uns die regelmäßigen Wüstensand-Niederschläge in Großbritannien daran erinnern, dass der Planet nicht so groß ist und dass hinsichtlich gewisser langlebiger Luftschadstoffe «kein Mensch eine Insel» ist. Diese alarmierende Erkenntnis wurde erstmals nach den überirdischen Atomversuchen der 60er Jahre und den daraus resultierenden Strontium-90-Befunden in der Milch dokumentiert, und später wieder nach dem Unfall in Tschernobyl. Aber die Verwendung von uranhaltigen Kampfwaffen, besonders der neuen bunkerbrechenden Bomben, die angeblich über eine Tonne Uran im Sprengkopf haben, ist – wie die überirdischen Atomversuche – etwas, das von Menschen gesteuert wird; es handelt sich nicht um Unfälle.

Die Ergebnisse aus den AWE-Filtern sollten uns zeigen, dass die Folgen nicht auf das Verwendungsgebiet beschränkt bleiben. In der Tat, auf Grund der hier berichteten Ergebnisse hat es eine wesentliche Belastung der Bevölkerung in vielen Ländern gegeben. Uran ist ein starker genotoxischer Stressor. Obwohl die Urankonzentrationen in der Luft hinsichtlich Masse gering sind, legen die Befunde nahe, dass die Messungen in Großbritannien auf die Verbreitung einer neuen Art Uran, der keramischen Submikron-Oxidpartikel, hinweisen. Es ist anzunehmen, dass die Urankonzentrationen in der Luft in den dem Irak näherliegenden europäischen Ländern höher waren als die aus der Nähe Aldermastons. Angesichts der vielen Berichte über genetisch übertragbare Auswirkungen in den Gebieten, wo Uran verwendet wurde und wo solche Partikel erzeugt wurden, und angesichts der gemeldeten Krankheiten von Golf-Kriegs-Veteranen wäre es sinnvoll, Zeitreihenanalysen der Kindersterblichkeit und der Häufigkeit der angeborenen Missbildungen in europäischen Datenbanken für Kinder, die als Fötus oder deren Eltern vor der Zeugung Mitte März 2003 einer möglichen Belastung ausgesetzt waren, durchzuführen. Wir haben das britische statistische Amt um Monatsergebnisse gebeten, die anscheinend aber noch nicht fertig sind.

 

Italien: Minister bestätigt Tumorerkrankungen von Soldaten nach Auslandeinsatz

Mit grosser Verspätung kommt das Drama des Todes von italienischen Soldaten ans Licht, die an durch Uranmunition verursachten Tumoren gestorben sind. Es handelt sich um einen Skandal von erschreckendem Ausmass, der von den kriegführenden Mächten sorgfältig verborgen gehalten wird. ...
Im Verlauf der Anhörungen vor der parlamentarischen Untersuchungskommission des Senats über DU (abgereichertes Uran) hat der italienische Verteidigungsminister Arturo Parisi erklärt: «Insgesamt sind 255 Soldaten, die zwischen 1996 und 2006 an Missionen im Balkan, in Afghanistan, im Irak und in Libanon teilgenommen haben, von Tumorerkrankungen betroffen. Von diesen sind 37 bereits gestorben.» ...

Ganz anders die Einschätzung des Osservatorio militare. Domenico Leggiero, Vertreter der Organisation, die sich um die Armeeangehörigen und deren Familien kümmert, sagt, dass die Angaben des Ministers falsch sind:    Leggiero erklärt, «andere offizielle Zahlen der Armee mit der fast zehnfachen Anzahl an Erkrankten und einer dreifachen Zahl von Todesopfern» vorweisen zu können.

 

Deutsche Leihsoldaten im Irakkrieg verstrahlt

von Christoph Hörstel, München

„(...)Nach Aussagen eines Unteroffiziers war es ein kompletter Zug von Soldaten der deutschen Bundeswehr (Zugstärke normalerweise zwischen 50 und 70 Mann), der im März 2003 loszog – und im Irak-Krieg an der Seite von US-Truppen dort eingesetzt wurde, wo Strahlenschäden zu erwarten waren.(...)

Im Anschluss an den Dienst im Irak verstarb die Hälfte (!) seiner deutschen Kameraden dieser deutsch-amerikanischen Sondertruppe an Krebs, offenbar verursacht durch Strahlung.(...)“

Die Soldaten wurden im Frühjahr 2003 für diesen Einsatz angeworben, indem man ihnen bessereBeförderungschancen in Aussicht stellte. Sie schieden offiziell aus der Bundeswehr aus, meldeten sich freiwillig bei den US-Truppen und zogen mit ihnen in den Irak-Krieg. Später sollten sie wieder zur Bundeswehr zurückkehren. (Anm. von B.R./F.V.)

Pfeil Links Vorheriges Kapitel: 2
Uranoxydstaub: schleichender Massenmord
Pfeil Rechts